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Ich bin Isolde

Ich bin Isolde und lebe seit 2016 in Stadtilm. Mein Mann und gleichzeitig Mitstreiter und Freund ist Werner, der auf unserem Gelände in der Vergangenheit eine Baufirma leitete und mit einem befreundeten Chemiker hier an einem Rezept für einen ökologischen Putz tüftelte. Die Baufirma gibt es nicht mehr und das Putzrezept hat einen Interessenten gefunden, jetzt überlegen wir gemeinsam, wie wir das ehemalige Firmengelände umgestalten und verschönern können.
Natur, Fahrradweg, soziales Engagement - ich versuche, eine Idee zu verwirklichen. Unsere Lage und die bisherige Kundschaft möchte ich nutzen, um den Service zu erweitern und aus dem bisherigen Gib&Nimm ein funktionierendes, gut sortiertes, aufgeräumtes Sozialkaufhaus zu machen. Wir sind mittlerweile ein richtig gut sortierter SecondHand.
Der Ilmtalradweg ist der ideale Standort für ein erweitertes Angebot, das hat mich gereizt, noch ein Cafe zu eröffnen. Solange Besucher das, was ich koche und backe gern essen, mache ich weiter. Ich probiere gern was aus und lasse andere daran teilhaben. Soweit meine kleine Küchenphilosophie.
Seit zwei Jahren wohne ich im Ilmtal und bin vom Stadtei zum Landmensch geworden.

Hot oder Schrott

Wir sortieren – hot oder Schrott – und in die Regale kommt nur, was wir selbst noch verwenden würden. So schön die meisten Dinge sind, was nach mehreren Wochen immer noch herumliegt, wird von uns auf Wanderschaft geschickt. Wir machen uns nichts vor: Ein großer Teil unserer ehrenamtlichen Arbeit besteht aus Sortieren, Entsorgen, Saubermachen.
 

Bei uns wird nicht nur getauscht

Bei uns wird nicht nur getauscht,  Waren werden ebenfalls gegen eine kleine Spende ausgegeben. Weil wir es können. Gut, es ist eine erzieherische Maßnahme. Wenn Menschen (die noch nie etwas brachten, außer sich selbst…) Dinge lediglich wegtragen um sie andernorts zu verkaufen, ist ein kleinerer Geldbetrag eine Schranke vor zu großer Gier, die wir nach 13 Jahren Testphase bei Bedarf herunterlassen.

Viele Zeitungsartikel wurden im Laufe der Jahre über uns geschrieben, von vielen wurden wir persönlich weiterempfohlen und etliche Vorurteile sind mittlerweile beseitigt. Die Arbeit macht nach der Neueröffnung im Januar 2018 und der Sanierung im letzten Jahr jetzt Freude.

Bücherwürmer können stöbern

Bücherwürmer können bei uns stöbern, was landet nicht alles bei uns. Von zerlesenen Romanheften mal abgesehen, landen bei uns viele edle, in Leinen eingebundene Klassiker der Weltliteratur, wunderschön illustrierte Kinderbücher, Nachschlagewerke für Schüler, Wanderkarten und Atlanten aus vergangenen Jahrzehnten.

Der nächste Polterabend kommt bestimmt

Kennt noch jemand Graf-von-Henneberg-Porzellan? Oder Teller und Tassen aus dem Zierporzellanwerk Lichte? Immer wieder, wahrscheinlich wenn die Großeltern sterben, bringen Kinder oder Enkel Geschirr zu uns. Alles ohne Fehl und Makel kann aus dem Regal genommen und weiter verwendet werden. Geschirr mit kleineren Fehlern sieht man vorm Gib-und-Nimm in zwei Einkaufswagen stehen – zum Mitnehmen für den nächsten Polterabend.

Treffpunkt für
Hilfsbedürftige und Helfende

Wir sind stolz auf unsere Arbeit und freuen uns über alles Positive, was in den Jahren entstanden ist. Wir wollen ein Treffpunkt für Familien, Alleinerziehende, für sozial Schwache und Starke sein – für Hilfsbedürftige und Helfende.
Oder einfach für alle, denen Dinge zum Wegschmeißen zu schade sind.
Immer wieder bekommen wir Geschenke: Spenden für den Verein, ein Päckchen Kaffee für die ehrenamtlichen Mitarbeiter, Hilfe beim Saubermachen und Einsortieren. Wir sehen Gib&Nimm als eine Einrichtung, die das Leben einfacher und menschlicher machen kann. Viele unterschiedliche Menschen treffen aufeinander, können Kontakte knüpfen und sich gegenseitig helfen, was über den einfachen Austausch von Waren weit hinausgeht.
© 2018 - Sozialkaufhaus Stadtilm